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Adventskalender in der Kita: 24 Mini-Spiele statt Schokolade, mit Krippen-Variante und DIY

🌿 Jahreszeiten22. Oktober 2026

Drei Ideen für Türchen und Säckchen

  1. Adventskalender-Mini-Spiele →

    Hinter jeder Zahl steckt eine kurze Aufgabe, die alle zusammen etwa zwei Minuten spielen. Mit 24 Umschlägen, ab drei Jahren.

  2. Tücher-Kuckuck →

    Ein Spielzeug verschwindet unter einem Tuch, und alle rufen „Kuckuck, da ist es!“ Ein Tuch im Säckchen reicht, auch für die Krippe.

  3. Stern reihum →

    Ein Filzstern wandert durch den Kreis, jedes Kind hält ihn kurz hoch. Ein Morgenritual, bei dem schon Krippenkinder mitmachen.

Ein Schokoladen-Adventskalender für die ganze Gruppe wirft schnell Fragen auf: Wer darf heute öffnen, was bekommen die anderen, und wie passt das zu Allergien und Zuckerregeln? Ein Kalender mit Spielen statt Süßem umgeht das. Hinter jedem Türchen steckt eine kurze Aufgabe, die alle Kinder zusammen spielen. Hier findet ihr 24 Mini-Spiele, eine Variante für Krippenkinder ab einem Jahr, drei DIY-Ideen und Tipps zur Organisation mit 15 bis 25 Kindern.

So funktioniert der Spiele-Adventskalender

Die Grundidee steckt im Spiel „Adventskalender-Mini-Spiele“: 24 nummerierte Umschläge, in jedem ein Zettel mit einer kurzen Aufgabe. Im Morgenkreis sucht ein Kind die Zahl des Tages, ihr lest die Aufgabe vor, macht sie einmal vor und spielt sie ein paar Minuten gemeinsam. Malt zu jeder Aufgabe ein Bildsymbol auf den Zettel, etwa einen Schneemann oder ein Ohr. Dann erkennt auch ein Kind, das noch nicht liest, was heute dran ist.

24 Mini-Spiele für die Türchen

Alle Aufgaben laufen im Sitz- oder Stehkreis und brauchen kaum Material. Verteilt sie gemischt, damit auf einen wilden Tag ein ruhiger folgt. Zum Bewegen: Schneemann schmilzt: Alle stehen steif, die Sonne kommt, und alle schmelzen langsam zu Boden. Pinguin, Eisbär, Schneehase: Alle bewegen sich wie das genannte Tier, wie bei „Winter-Tiere im Kreis“. Schneeflocken: Alle schweben auf Zehenspitzen, bei „Wind!“ wirbeln sie, bei „Landen!“ sinken sie zu Boden. Päckchen packen: Alle machen sich klein wie ein Geschenk und springen bei „Auspacken!“ auf. Kalte Füße: Im Sitzen trommeln alle mit den Füßen, erst leise, dann laut, dann wieder leise. Schlittenfahrt: Im Sitzen legen sich alle in die Kurven und bremsen mit den Füßen. Für Ruhe und Lauschen: Händedruck-Licht: Bei der „Lichterkette“ wandert ein sanfter Händedruck mit geschlossenen Augen einmal durch den Kreis. Kerzen auspusten: Jeder Finger einer Hand ist eine Kerze, die Kinder pusten sie nacheinander aus. Geräusche erkennen: Hinter eurem Rücken knistert Geschenkpapier oder klingelt ein Glöckchen, die Kinder raten. Flüstersatz: Ein kurzer Adventssatz wandert von Ohr zu Ohr, bei vielen Kindern in zwei Kreisen. Lauschzeit: Solange ein LED-Teelicht leuchtet, horchen alle auf die Heizung, Schritte im Flur und den eigenen Atem. Summlied: Ein Adventslied wird gesungen, dann geflüstert und zum Schluss nur noch gesummt. Zum Raten und Fühlen: Was fehlt: Tannenzapfen, Stern, Mandarine und Handschuh liegen auf einem Tuch, alle schließen die Augen, und ein Teil verschwindet. Winterbeutel: Wie bei „Fühlsäcke“ ertastet jedes Kind etwas im Beutel, etwa eine Mütze oder einen Holzstern, und beschreibt es, bevor es rät. Vormachen und raten: Ein Kind spielt Plätzchenbacken oder Schlittenziehen ohne Worte vor, die anderen raten. Farbensuche: Ihr nennt Rot, Grün oder Gold, und alle zeigen vom Platz aus auf etwas in dieser Farbe. Tier-Rätsel: „Ich bin weiß und lebe im Eis.“ Welches Wintertier ist gemeint? Klatschzählen: Ihr klatscht ein- bis fünfmal, die Kinder zeigen die Zahl mit den Fingern. Für die Gemeinschaft: Stern-Runde: Bei „Stern reihum“ sagt jedes Kind mit dem Filzstern in der Hand, worauf es sich heute freut. Sternenhimmel: Jedes Kind klebt einen Stern auf ein dunkles Papier, bis Weihnachten wächst ein gemeinsamer Himmel. Warme Worte: Jedes Kind sagt dem Nachbarkind etwas Nettes oder winkt ihm zu. Wunschlied: Das Türchen-Kind wünscht sich ein Lied, und alle singen mit. Kleingruppen-Türchen: Am Nachmittag spielt ihr mit drei bis acht Kindern „Weihnachtlicher Erzählkreis mit Figuren“. Heimliche Freude: Die Gruppe malt ein Bild für jemanden, dem sie eine Freude machen möchte, etwa das Küchenteam.

Krippen-Variante: ein Säckchen statt 24 Türchen

Für Kinder ab einem Jahr sind 24 Zahlen und das Warten auf Heiligabend noch zu abstrakt. Sie mögen ein Ritual, das jeden Morgen gleich abläuft: ein einziges Stoffsäckchen in Kinderhöhe, das ihr täglich neu füllt. Ihr holt den Inhalt gemeinsam heraus, benennt ihn und spielt kurz damit. Fünf oder sechs Inhalte im Wechsel reichen. Ins Säckchen kommt nichts, was in den Mund passt, und LED-Teelichter mit Knopfzelle bleiben in eurer Hand. Ein Tuch für „Tücher-Kuckuck“: Ein Spielzeug verschwindet darunter, und alle rufen „Kuckuck, da ist es!“ Ein Filzstern für „Stern reihum“: Jedes Kind hält ihn kurz hoch, und alle sagen gemeinsam seinen Namen. Ein Stoffbeutel für „Fühlsäcke“ mit großen Dingen wie Tannenzapfen, Holzklotz und Handschuh. Zwei Zipfelmützen aus Filz kündigen das Fingerspiel „Himpelchen und Pimpelchen“ an. Ein Stoffpinguin: Alle watscheln los wie bei „Winter-Tiere im Kreis“. Ein Glöckchen fest an einem Band, das ihr haltet: läuten und lauschen, bis der Ton verklingt. Auch die „Lichterkette“ klappt in der Krippe: mit offenen Augen und einem angesagten Klopfen auf die Hand.

DIY-Adventskalender mit der Gruppe basteln

Noch spannender wird der Kalender, wenn die Kinder die Hüllen selbst gestalten. Die Aufgaben schreibt ihr. Drei Varianten, die mit üblichem Kita-Material auskommen: Umschläge an der Leine: Jedes Kind bemalt oder bestempelt einen Briefumschlag, ihr schreibt die Zahl groß darauf und hängt alle mit Wäscheklammern an eine Schnur in Augenhöhe der Kinder. Streichholzschachteln: Leere Schachteln, die es auch unbedruckt im Bastelbedarf gibt, bekleben die Kinder mit Papier. Ihr nummeriert sie und klebt sie zu einem Turm oder in einen Schuhkartondeckel. Hinein passt ein gefalteter Aufgabenzettel mit Bildsymbol. Papiertüten: Butterbrottüten werden mit Fingerabdrücken oder Kartoffeldruck verziert und mit einer Klammer verschlossen. Darin ist auch Platz für Material zur Aufgabe, etwa ein Tuch. Als Erweiterung malt jedes Kind sein liebstes Kreisspiel auf einen Zettel, und an seinem Tag spielt die ganze Gruppe genau dieses Spiel.

Organisation mit 15 bis 25 Kindern

Wer öffnet: Zieht jeden Morgen einen Namen aus einem Glas, nur unter den anwesenden Kindern. Gezogene Namen wandern in ein zweites Glas, so kommt jedes Kind dran. Mehr Kinder als Tage: 2026 liegen zwischen dem 1. und 23. Dezember 17 Wochentage, Schließtage noch nicht abgezogen. Bei mehr Kindern öffnen an manchen Tagen zwei Kinder gemeinsam. Wochenenden: Entweder öffnet ihr am Montag die Türchen vom Wochenende mit, oder ihr nummeriert nur die Kita-Tage. Joker-Umschlag: Eine ruhige Ersatzaufgabe liegt bereit, falls die Gruppe für das geplante Spiel zu aufgedreht ist. Eltern informieren: Ein Aushang erklärt, dass der Gruppenkalender Spiele statt Süßigkeiten enthält. Dann bringt niemand extra Schokolade mit. Die Umschläge lassen sich im nächsten Jahr wieder nutzen, und die Kinder können neue Aufgaben dazu erfinden.

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