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Kindertag in der Kita: Ideen für ein Spielfest mit Stationen

🎯 Praxis-Tipps26. April 2027

Drei Stationen für euer Spielfest

  1. Sackhüpfen →

    In Jutesäcken oder Kissenbezügen von der Start- zur Ziellinie hüpfen. Der Klassiker für jedes Fest, ab drei Jahren.

  2. Schwamm-Staffel →

    Mit nassen Schwämmen Wasser vom vollen in den leeren Eimer tragen. Eine Abkühlung für warme Tage, ab drei Jahren.

  3. Bohnensäcke-Zielwurf →

    Säckchen in Eimer und Reifen werfen, mit Wurflinien in verschiedenen Abständen. Läuft fast ohne Aufsicht, ab drei Jahren.

Am 1. Juni ist Internationaler Kindertag. Für viele Teams ist das der Anlass, den Kindertag in der Kita mit einem Spielfest zu feiern: draußen im Garten, mit Stationen, viel Bewegung und ein bisschen Wettkampf. Das klingt nach großer Vorbereitung, muss es aber nicht. Die meisten Spiele brauchen Material, das ohnehin in der Kita liegt: Seile, Eimer, Löffel, leere Dosen und ein paar Säcke. Hier findest du fünf Tipps: wie du ein Spielfest mit Laufkarte planst, sechs Klassiker für die Stationen, Ideen für die Krippe, wie die Kinder mitentscheiden und was ihr bei Regen spielt. Der Weltkindertag am 20. September ist ein zweiter Termin, in Thüringen sogar ein Feiertag. Die Ideen passen zu beiden Tagen.

Tipp 1: Ein Spielfest mit Laufkarte planen

Ein Spielfest funktioniert am besten mit Stationen. Jede Station ist ein Spiel, und die Kinder ziehen in kleinen Gruppen von einer zur nächsten. So gibt es kein Gedränge, und niemand wartet lange. Fünf oder sechs Stationen reichen für 20 bis 25 Kinder. Teile die Kinder in Gruppen zu viert oder zu fünft ein und mische dabei Ältere und Jüngere. Plane etwa zehn Minuten pro Station. Eine Glocke oder ein kurzes Lied ist das Zeichen zum Wechseln. Mit Aufbau, Trinkpause und Abschluss kommst du auf rund 90 Minuten. Jedes Kind bekommt eine Laufkarte aus Tonkarton mit einem Bild für jede Station. Nach jedem Spiel gibt es einen Stempel oder einen Aufkleber. Eine volle Karte heißt: Ich war überall. Punkte musst du dabei nicht zählen. Nicht jede Station braucht eine Fachkraft. Ein Zielwurf oder Kreidemalen läuft nach kurzer Erklärung fast von allein. Plane die Erwachsenen dort ein, wo Wasser, Seile oder Tempo im Spiel sind. Vorschulkinder können an einfachen Stationen helfen und den Jüngeren das Spiel zeigen. Zum Schluss bekommen alle dieselbe Urkunde oder eine Medaille aus Pappe und Alufolie. Dabei üben die Kinder, zu warten, sich abzuwechseln und anderen zuzuschauen. Wenn du lieber eine kleine Olympiade mit Weitsprung, Balancieren und Sprint möchtest, findest du den Ablauf bei der Gartenolympiade. Auch dort gilt: Mitmachen ist wichtiger als Siegen.

Tipp 2: Sechs Klassiker für die Stationen

Diese sechs Spiele kennen viele Kinder schon von Festen. Alle sind für Kinder ab drei Jahren gedacht und passen in eine Station von etwa zehn Minuten. Sackhüpfen: Die Kinder steigen in Jutesäcke oder große Kissenbezüge und hüpfen von der Start- zur Ziellinie. Spielt nur auf ebenem Rasen und lasst genug Abstand zwischen den Bahnen. Das trainiert Sprungkraft und Gleichgewicht. Eierlauf: Ein kleiner Ball oder eine Kartoffel liegt auf dem Löffel, die Strecke ist etwa zehn Meter lang. Fällt der Ball herunter, legen die Kinder ihn zurück und gehen weiter. Hier zählen Ruhe und Konzentration mehr als Tempo. Dosenwerfen: Sechs bis zehn leere Dosen bilden eine Pyramide. Geworfen wird mit einem Tennisball aus zwei bis drei Metern, jedes Kind hat drei Würfe. Klebe scharfe Dosenränder vorher mit Klebeband ab. Das Spiel schult die Abstimmung von Auge und Hand. Schwamm-Staffel: Ein voller Eimer steht am Start, ein leerer am Ziel. Die Kinder tragen nasse Schwämme hin und her und drücken sie im Zieleimer aus. Nach fünf Minuten schaut ihr, wie viel Wasser angekommen ist. An warmen Tagen ist das eine willkommene Abkühlung. Wisch Pfützen auf den Laufwegen gleich weg, damit niemand ausrutscht. Bohnensäcke-Zielwurf: Die Kinder werfen kleine Säckchen in Eimer oder Reifen. Markiere mehrere Wurflinien in verschiedenen Abständen, dann findet jedes Kind seine Schwierigkeit. Diese Station läuft fast ohne Aufsicht. Tauziehen: Zwei Teams ziehen an einem Seil, eine Kreidelinie markiert die Mitte. Zeig vorher, dass niemand das Seil um die Hand wickelt. Tauziehen klappt nur gemeinsam und passt deshalb gut ans Ende des Festes. Für die Vorschulkinder kommt das Schubkarren-Rennen dazu. Ein Kind läuft auf den Händen, das andere hält es an den Oberschenkeln oder Knien, nie an den Füßen. Vereinbart ein Stoppwort: Wird es gerufen, setzt das haltende Kind die Beine sofort vorsichtig ab.

Tipp 3: Kindertag in der Krippe

Für Kinder unter drei Jahren sind Wechselzeichen und Laufkarten zu viel. Sie brauchen weniger Programm, mehr Zeit und vertraute Erwachsene in der Nähe. Baue zwei oder drei Angebote auf, zwischen denen die Kinder frei wechseln. 30 bis 45 Minuten reichen. Schwungtuch-Spiele: Alle halten den Rand des bunten Tuchs und machen kleine Wellen. Ein leichter Ball hüpft in der Mitte, und wer mag, krabbelt unter das hochgehobene Tuch. So spielt die ganze Gruppe zusammen, auch Kinder, die noch nicht sprechen. Riesenseifenblasen: Wasser, Spülmittel und etwas Zucker ergeben die Lauge, eine Schnur zwischen zwei Stöcken macht die großen Blasen. Die Erwachsenen ziehen die Blasen, die Kinder laufen hinterher und fangen sie. Stell die Lauge außer Reichweite der Kinder. Bohnensäckchen-Zielwurf: Für Zweijährige steht der Eimer nur ein bis zwei Schritte entfernt. Jedes Kind wirft drei Säckchen und holt sie erst, wenn alle geworfen haben. Kissen-Parcours: Kissen, Decken und Polster werden zu einem weichen Weg zum Klettern und Kriechen. Bei gutem Wetter baust du ihn auf einer großen Decke im Schatten auf. In der Krippe geht es nicht ums Gewinnen. Die Kinder erleben ein Fest mit allen Sinnen und entscheiden selbst, wo sie mitmachen. Wer lieber zuschaut, darf das auch.

Tipp 4: Die Kinder entscheiden mit

Der Kindertag erinnert an die Rechte der Kinder. Die UN-Kinderrechtskonvention nennt unter anderem das Recht auf Spiel und Freizeit (Artikel 31) und das Recht, bei allem gehört zu werden, was einen selbst betrifft (Artikel 12). Ein Spielfest ist eine gute Gelegenheit, beides ernst zu nehmen. So stimmt ihr eine Woche vorher im Morgenkreis ab: Lege für jedes mögliche Spiel eine Bildkarte in die Mitte und stelle einen Becher dazu. Jedes Kind bekommt zwei Muggelsteine und legt sie in die Becher der Spiele, die es sich wünscht. Danach zählt ihr gemeinsam aus. Die fünf oder sechs Spiele mit den meisten Steinen kommen ins Fest. Das dauert etwa 15 Minuten und übt nebenbei das Zählen. Mit Krippenkindern nehmt ihr statt Muggelsteinen große Bausteine. Weitere Ideen: Die Vorschulkinder malen die Bilder für die Laufkarten. Eine kleine Gruppe erfindet ein eigenes Spiel und stellt es an einer Station vor. Und am Kindertag selbst wählen die Kinder das Lied, mit dem das Fest endet. Dabei erleben die Kinder, dass ihre Stimme zählt. Und sie lernen, ein Ergebnis mitzutragen, auch wenn ihr Lieblingsspiel nicht dabei ist.

Tipp 5: Plan B, wenn es regnet

Ob im Juni oder im September: Es kann heiß sein oder tagelang regnen. Plane deshalb von Anfang an eine Variante für drinnen. Vier Stationen passen meist in den Turnraum oder den Mehrzweckraum. Bewegungsparcours: Stühle, Kissen, Reifen und Seile werden zu vier bis sechs Hindernissen. Unter jede Stelle, an der man fallen kann, kommt eine Matte. Auch für Kinder unter drei Jahren. Froschhüpfen-Wettbewerb: In die Hocke, die Hände zwischen die Füße, und auf „Quak!“ geht es los. Ganz ohne Material. Luftballon-Volleyball: Ein Seil zwischen zwei Stühlen ist das Netz. Der Ballon wird nur geschlagen, nicht gefangen. Geplatzte Ballonreste sammelst du sofort ein, damit sie nicht in den Mund geraten. Stopptanz: Die Kinderdisco zum Schluss. Musik an, alle tanzen. Musik aus, alle erstarren. Niemand scheidet aus, deshalb machen auch die Jüngsten mit. Die Laufkarten funktionieren drinnen genauso, du tauschst nur die Bilder.

Fazit: Ein Fest, das die Kinder mitgestalten

Ein Spielfest zum Kindertag in der Kita braucht keinen großen Aufwand. Fünf oder sechs Stationen, eine Laufkarte mit Stempeln und Spiele, die ihr schon kennt, reichen für einen Vormittag, an dem die Kinder im Mittelpunkt stehen. Die Krippe feiert mit freien Angeboten ohne Wechselzeichen. Wenn die Kinder vorher mitentscheiden, wird es ihr Fest. Und mit dem Plan B für drinnen bist du auch bei Regen vorbereitet. Fang eine Woche vorher mit der Abstimmung im Morgenkreis an. Sackhüpfen, Schwamm-Staffel und Bohnensäcke-Zielwurf gibt es mit neun weiteren Bewegungsspielen als Spielblätter zum Ausdrucken, kostenlos: Zum Themenpaket Bewegung & Turnstunde.

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